- Neustark, Pionier für die dauerhafte Speicherung von CO2 in mineralischen Abfallströmen, und Devagro, Spezialist für nachhaltiges Bauwesen, hochwertige Betonlösungen, innovatives Recycling sowie Bodensanierung weihen die erste CO2-Speicheranlage in Benelux ein
- Die Anlage kann 1.500 Tonnen Kohlenstoffdioxid pro Jahr dauerhaft in Abbruchbeton speichern
- Das CO2-angereicherte Material wird entweder für die Herstellung von Recyclingbeton oder im Strassenbau verwendet
Gemeinsam mit dem Innovator Devagro treibt neustark die Dekarbonisierung des Bausektors voran und nimmt die erste Anlage für die dauerhafte CO2-Speicherung in Abbruchbeton in der Benelux-Region in Betrieb. Der Standort befindet sich in Desselgem in Westflandern und wird in der Lage sein, 1.500 Tonnen CO2 pro Jahr zu speichern.
Wie die Neustark-Technologie funktioniert
CO2 aus nahegelegenen Biogasanlagen wird abgeschieden und zum Recyclingstandort von Devagro transportiert, wo die Neustark-Technologie in den bestehenden Prozess integriert wird. Dort wird das Kohlendioxid in das Granulat des abgerissenen Betons aus Rückbauprojekten als Zusatz zum bestehenden Recyclingprozess injiziert. Dies löst einen beschleunigten Mineralisierungsprozess aus und bindet das CO2
dauerhaft an die Poren und die Oberfläche des Granulats. Da das verwendete CO2
biogenen Ursprungs ist und über Hunderttausende von Jahren gebunden ist, erzeugt dieser Prozess negative Emissionen, die für das Erreichen der Klimaziele unerlässlich sind.
Eine strategische Investition
Die Investition in diese Technologie ist Teil von Devagros umfassender Strategie, an der Spitze einer nachhaltigeren Bauindustrie zu stehen. "Bei Devagro glauben wir schon lange an die Kraft der Innovation, vorzugsweise an Technologien mit einer günstigen, direkt messbaren Umweltauswirkung", sagt Yves Degezelle, CEO von Devagro. "Diese Investition zeigt, dass wir bei Devagro Herausforderungen als Chancen sehen und es wagen, Verantwortung zu übernehmen, indem wir diese Technologie mit 100 % unserer eigenen Ressourcen finanzieren – was in diesen wirtschaftlich herausfordernden Zeiten nicht selbstverständlich ist. Wir sind stolz darauf, diese CO2-Speichertechnologie in Belgien zusammen mit neustark einzuführen und damit den Weg für einen nachhaltigeren Bausektor zu ebnen."
Die Integration der Technologie in den bestehenden Prozess ermöglicht es Devagro, ihre Produkte noch nachhaltiger zu machen, indem CO2 in ihren Abbruchgranulaten gespeichert wird. "Wir werden unsere ECO2Box nutzen, um das Mass an Zirkularität in unserem täglichen Betrieb zu verbessern. Das kann durch die Wiederverwendung in frischem, fertig gemischtem Beton oder sogar für qualitativ hochwertigere Anwendungen in Tragschichten im Strassenbau geschehen", sagt Lars Rius, Business Coordinator Innovation. "Unsere Vision ist es, die ohnehin schon hohe Qualität unserer zirkulären Granulate auf innovative Weise zu verbessern. Wir sehen frühe Anzeichen aus dem Markt, dass unsere neueste Investition sehr geschätzt wird."
Stärkung von neustarks Präsenz in Europa
Mit dieser Zusammenarbeit macht neustark einen wichtigen Schritt in der Benelux-Region. "Nachdem wir in den letzten zwei Jahren in mehrere europäischen Märkte expandiert haben, freuen wir uns, nun gemeinsam mit einem Pionier wie Devagro in Belgien vertreten zu sein. Diese Partnerschaft wird uns helfen, unsere Klimawirkung weiter zu steigern", sagt Johannes Tiefenthaler, Mitbegründer und Co-CEO von neustark. Das in der Schweiz ansässige Unternehmen neustark ist mittlerweile in acht verschiedenen Ländern mit insgesamt 44 CO2-Abscheidungs- und Speicheranlagen vertreten.
Kontakt
Elmar Vatter
Projektleiter Marketing & Kommunikation