- SWISS wird neustarks erster CDR-Partner (Carbon Dioxide Removal) aus der Luftfahrtbranche.
- Die langfristige Kooperation mit SWISS ermöglicht neustark den Ausbau seiner Aktivitäten zur Kohlenstoffabscheidung, -speicherung und -entfernung in ganz Europa.
- Die Zusammenarbeit zwischen Branchen mit schwer vermeidbaren Emissionen wie das Bauwesen und die Luftfahrt trägt zur Skalierung von dauerhafter CO2-Entfernung bei.
Das Schweizer Climate-Tech-Jungunternehmen neustark hat einen mehrjährigen Vertrag zur dauerhaften CO2-Entfernung (CDR) mit Swiss International Air Lines (SWISS) abgeschlossen. SWISS – die zur Lufthansa Group (LHG) gehört – ist die erste Fluggesellschaft, die auf die Lösung von neustark setzt. Bis 2030 wird neustark für SWISS dauerhaft CO2 entfernen; es besteht die Option, das Volumen und die Laufzeit zu erweitern.
Die strategische Partnerschaft hilft neustark dabei, seine Technologie in ganz Europa weiter zu verbreiten. Mit dem Ziel, hunderttausende Tonnen CO2 durch Mineralisierung in Abfallströmen wie Abbruchbeton zu binden, betreibt neustark bereits 38 Abscheidungs- und Speicheranlagen in sieben europäischen Ländern.
Die Kooperation unterstreicht das Engagement von SWISS für wissenschaftlich fundierte, skalierbare Lösungen zur Dekarbonisierung der Luftfahrt und ergänzt die umfassenden Aktivitäten des Unternehmens für nachhaltige Flugkraftstoffe und CO2-Entfernung. SWISS hat bereits Partnerschaften mit Schweizer Klimatechnologieunternehmen wie Climeworks und Synhelion.
Jens Fehlinger, CEO von SWISS, kommentiert: «Wir sind stolz darauf, gemeinsam mit neustark eine effektive und nachhaltige Klimalösung auf Basis Schweizer Innovation voranzutreiben. Die dauerhafte Entfernung von CO2 ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu Netto-Null in der Luftfahrt. Gemeinsam machen wir einen wichtigen Schritt zur Skalierung dieser Technologie.»
Valentin Gutknecht, Mitgründer und Co-CEO von neustark, meint: «SWISS ist unser erster Luftfahrt-Partner – ein Sektor, der sich nur schwer dekarbonisieren lässt. Wir begrüssen ihren Multi-Technologie-Ansatz zur Förderung wichtiger Klimalösungen. Pioniere wie SWISS spielen eine entscheidende Rolle bei der weiteren Verbreitung unserer CO2-Entfernungstechnologie, sodass wir täglich exponentiell mehr Tonnen schwer vermeidbarer CO2-Emissionen dauerhaft aus der Atmosphäre entfernen können.»
SWISS CEO Jens Fehlinger (links) und Johannes Tiefenthaler, Mitgründer und Co-CEO von neustark (rechts). © 2025 Swiss International Air Lines.
Branchenübergreifende Zusammenarbeit
Zum ersten Mal arbeiten die Luftfahrt- und die Bauindustrie zusammen, um die CO2-Entfernung weiter auszubauen. Zwei Sektoren, die viele vermeidbare, aber auch schwer vermeidbare Emissionen generieren, die wiederum durch Carbon Removal neutralisiert werden müssen.
Neustark ist das erste Unternehmen, das die dauerhafte CO2-Speicherung durch Mineralisierung in Abbruchbeton und anderen mineralischen Abfallströmen wie Schlacken kommerzialisiert hat und seine Lösung schon heute an mehreren Standorten in Europa betreibt. Die Skalierung solcher Klimatechnologien erfordert die Zusammenarbeit von Technologiepionieren, Politik, Wirtschaft und Kunden. Die Partnerschaft mit SWISS unterstützt beide Branchen dabei, ihre Kapazitäten zur dauerhaften Kohlenstoffentfernung auszubauen.
Wie die Technologie von neustark funktioniert
Die Technologie von neustark nutzt Beton aus abgerissenen Gebäuden sowie andere mineralische Abfallstoffe als dauerhafte CO2-Senke. Dabei kommt ein als Mineralisierung bezeichneter Prozess zum Einsatz. Das biogene CO2 wird in nahegelegenen Biogasanlagen abgeschieden, verflüssigt und zu Recyclingpartnern für Bauabfälle transportiert. Dort wird – im Zuge des bestehenden Recyclingprozesses – das CO2 in das Abbruchgranulat injiziert. Die Technologie von neustark löst einen beschleunigten Mineralisierungsprozess aus, wodurch das CO2 an die Poren und die Oberfläche des Granulats gebunden und somit dauerhaft aus der Luft entfernt wird. Das karbonatisierte Granulat kann anschliessend von Recyclingunternehmen zum Bau von Strassen oder zur Herstellung von Recyclingbeton wiederverwendet werden.
Neustarks CO2-Entfernung ist messbar, durch Gold Standard verifiziert und dauerhaft. Der Mineralisierungsprozess speichert das gebundene CO2 für Hunderttausende von Jahren, und das Risiko einer Umkehrung ist nachweislich gering bis nicht vorhanden.
Neustark wurde 2019 als Spin-off der ETH Zürich gegründet. Das in Bern ansässige Unternehmen ist der führende Entwickler von dauerhaften Carbon-Removal-Lösungen durch Mineralisierung. Es sind bereits 38 Abscheidungs- und Speicheranlagen in der Schweiz, Deutschland, Österreich, Grossbritannien, Frankreich, Italien und Liechtenstein in Betrieb. Über zwanzig weitere Projekte befinden sich derzeit in ganz Europa in Planung oder im Bau.
Die CEOs und Nachhaltigkeitsteams von SWISS und neustark vor einer CO2-Speicheranlage von neustark in Volketswil, Schweiz. © 2025 Swiss International Air Lines.
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Sophie Dres
Chief Marketing Officer